



GESTALTUNG FÜR DEN MODERNEN HAUSHALT.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gab es immer wieder Versuche, geschmackserziehend auf Hersteller und Verbraucher einzuwirken. Sogenannte Warenkunden, meist Bücher und Loseblattsammlungen, zeigten vorbildhafte Produktgestaltung. Ob sie tatsächlich großen Einfluss auf das private Kaufverhalten hatten, ist ungewiss. Dennoch boten sie Orientierung im wachsenden Dschungel eines immer größer werdenden Warenangebots. In den Vitrinen der Pfeilerhalle werden Porzellangeschirre, Bestecke, Trinkgläser, Vasen, Küchengeräte- und -maschinen, Leuchten aber auch Dekorationsstoffe, beginnend bei den 1930er Jahren bis ins späte 20. Jahrhundert gezeigt. Die Exponate zeigen teilweise die Produktlinien großer Hersteller und Designer über einen längeren Zeitraum, demonstrieren aber auch die große Bandbreite des modernen Alltagsdesign.








Das Museum präsentiert Ungewöhnliches: Rund 100 faszinierende und überraschende Schuh-Kreationen aus aller Welt: Gefährlich hohe Stillettos, die Absätze aus Pistolen, brave Holland-Clogs in Busenform, tierische Haifisch-Pumps oder nützliche Wurzelbürsten-Sandalen. Die Auswahl zeigt Schuhe als Architekturen im Kleinformat, Schuhe mit gesellschaftskritischem Potential, Schuhe mit historischen Bezügen oder Schuhe, die nicht auf den ersten Blick als solche erkennbar sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotos und Videos von Schuh-Performances.
Weltweit bekannte Künstler, Architekten und Designer wie Keith Haring oder Zaha Hadid haben den Schuh für sich entdeckt. Sie stellen Erstaunliches und Bizarres vor und eröffnen eine Vielfalt ästhetischer und kultureller Facetten: Der Schuh als Kunstobjekt mit autonomer künstlerischer Aussage hat ebenso seine Berechtigung wie der Schuh als Sozialprojekt oder als Fetisch-Objekt. Das Spektrum der verwendeten Materialien ist weit: Futuristische Hightech- stoffe, Keramik, Holz, Glas, Elefantendung, Papier und natürlich auch Leder und Textil wurden als Ausgangsmaterial verwendet. Tragbar oder nicht? Die Frage stellt sich angesichts der originellen und geistreichen Entwürfe nur bedingt. Es geht um den Schuh als Kunstobjekt, als zu formende Skulptur.
(Eine Ausstellung in Kooperation mit der Niederländerin Liza Snook. Sie betreibt ein virtuelles Schuhmuseum: www.virtualshoemuseum.com )
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