29.11.2014 - 12.04.2015
Vornehmste Tischlerarbeiten aus Leipzig.

F. G. Hoffmann - Hoftischler und Unternehmer

Vornehmste Tischlerarbeiten aus Leipzig
Beitrag 26.11.2014 | 14:13 Uhr | von  Dr Thomas Rudi

Zur Zeit wird im Museum ausgepackt, geschoben, getragen, ausgerichtet, justiert und beschriftet. Ab 29. November würdigen wir zum ersten Mal in einer umfassenden Ausstellung das Werk des Leipziger Kunsttischlers Friedrich Gottlob Hoffmann (1741–1806).

Dafür wurden rund 80 Möbel aus öffentlichen Sammlungen und aus Privatbesitz zusammengeführt. Nach jahrelangen Forschungen der beiden Hoffmann-Experten Michael Sulzbacher und Peter Atzig konnten zahlreiche Möbel eindeutig Friedrich Gottlob Hoffmann zugeschrieben werden. Darunter befinden sich Sitzmöbel, Wasch- und Toilettentische, Kommoden, Tische, Schränke und elegante Sofas. Ein großer Teil der Exponate war bisher noch nie öffentlich zugänglich.

An der Schwelle vom Rokoko zum Klassizismus entwickelte Friedrich Gottlob Hoffmann ab den späten 1780er Jahren seine Werkstatt zu einer weit über Sachsen hinaus bekannten Manufaktur. Mit kaufmännischem Geschick und einem ausgeprägten Gespür für die Bedürfnisse seiner Kunden entwickelte er immer neue Strategien, um sich aus der damaligen Enge der Tischlerinnung zu befreien und ein florierendes Unternehmen aufzubauen. Er bot – als der erste im deutschsprachigen Raum – Möbel unterschiedlichster Preiskategorien in illustrierten Warenkatalogen an. Nach knapp 30 Jahren Tätigkeit war Hoffmann einer der bekanntesten Hersteller klassizistischer Möbel in Sachsen mit Kundschaft in der Aristokratie und im gehobenen Bürgertum.

Tauchen Sie mit uns ein in die Wohnkultur des späten 18. Jahrhunderts und entdecken Sie das vielfältige Werk dieses eindrucksvollen Leipzigers – in der Ausstellung und an dieser Stelle. In den kommenden Wochen geben wir nämlich in diesem Ausstellungs-Blog weitere Einblicke in das Leben und Werk von Friedrich Gottlob Hoffmann und die pulsierende Messe- und Universitätsstadt Leipzig im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts.


Kommentieren