Callenberger Altar mit neu erworbenen Seiteflügeln
Ab 20.01.2017 in der Dauerausstellung

Callenberger Altar: Schrein mit den neu erworbenen Seitenflügeln nach 150 Jahren wieder vereint

Eines der Hauptstücke in der Ständigen Ausstellung des GRASSI Museums für Angewandte Kunst ist wieder komplett: Ein seit rund 150 Jahren in seinen Teilen getrenntes Altarretabel ist jetzt wieder vereint und wird ab 20. Januar 2017 der Öffentlichkeit präsentiert. Der ursprünglich aus der Kirche des kleinen sächsischen Ortes Callenberg bei Waldenburg stammende „Callenberger Altar“, ein 1512/13 geschaffenes Hauptwerk des bedeutenden spätgotischen Bildschnitzers Peter Breuer gelangte um 1860 in das Schloss Hinterglauchau. 1901 verkaufte die gräfliche Familie Schönburg-Glauchau den Schrein des Altars an das Leipziger Kunstgewerbemuseum (Grassimuseum), während die demontierten Flügel in Glauchau verblieben. Nach in jüngster Zeit erfolgter Restitution der Seitenflügel an die Familie von Schönburg-Glauchau bot diese die geschnitzten und bemalten Flügel dem GRASSI Museum für Angewandte Kunst zum Erwerb an und eröffnete damit die Chance, das Gesamtwerk wieder zu komplettieren. Der Ankauf gelang im Jahr 2016 mit großzügiger Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Sächsischen Landesmuseumsstelle und einer privaten Spende.