02.06. - 25.09.2016
FREUNDEN SEI DANK!
25 Jahre Schenken und Fördern

Ab 2. Juni 2016 zeigte das Museum in seiner Orangerie rund 200 zeitgenössische Arbeiten, die mit Unterstützung des Freundeskreises und einzelner Mitglieder in den vergangenen 25 Jahren in die Museumssammlung eingingen.
Vor 25 Jahren gründete sich der Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V.
Leipziger Bürger und Bürgerinnen, wenig später auch Kunstfreunde aus der ganzen Bundesrepublik sowie eine Reihe von Institutionen setzen damit eine Tradition des bürgerlichen Engagements fort, die in Leipzig bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.

Die Museumsarbeit in allen Bereichen - vom Sammeln bis zum Bewahren - zu unterstützen, war Hauptziel des noch jungen Vereins. Eine der Hauptaufgaben des Freundes- und Förderkreises war es, die Grassimessen wieder aufleben zu lassen. Wie auf den legendären Messen, die das Museum seit 1920 organisierte, sollten wenige Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung das zeitgenössische Kunsthandwerk und Design im Grassimuseum wieder Einzug halten. Im Jahr 1997 gelang es, die erste neue Grassimesse aus der Taufe zu heben und mit ihr wieder einen internationalen Ruf zurückzuerobern. Auf den vergangenen 17 Grassimessen wurden mit Unterstützung des Freundeskreises annähernd 200 Arbeiten angekauft. Darunter sind vor allem Schmuckstücke, Keramiken, Arbeiten aus Glas, Metall und textilen Werkstoffen sowie eine Reihe von Möbeln. Diese Erwerbungen werden in Sonderausstellungen präsentiert, teilweise aber auch in der Ständigen Ausstellung „Jugendstil bis Gegenwart“. Anzahl und Qualität der erworbenen Stücke erlauben inzwischen eine zwar punktuelle, aber dennoch aussagekräftige Dokumentation der Strömungen im zeitgenössischen Kunsthandwerk und Design der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Die Exponate der Grassimessen werden von weiteren zeitgenössischen kunsthandwerklichen Arbeiten sowie von ausgewähltem Industriedesign der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts flankiert, die aus Schenkungen einzelner Mitglieder thematisch zusammengestellt sind. Allein die Konvolute von Lotte Reimers, der Sammlung T. Friedberg und der Sammlung Giorgio Silzer sind umfangreiche Sammlungskomplexe mit mehreren tausend Objekten.