Renaissance
Aus dem Leipziger Ratsschatz

Raum 10

Eine stolze Kerngruppe jener Stücke, die aus altem Kunstbesitz des Leipziger Rates über die Zeiten bewahrt werden konnten, gelangte früh in unser Museum. Bis heute zählen diese Objekte zum kostbarsten Bestand.

Die Herausbildung des Leipziger Ratssilberschatzes vollzog sich während der Renaissance. Der 1524 verstorbene Rentmeister Georg von Wiedebach vererbte der Stadt Einiges, die Schützenbruderschaft hinterlegte 1547 ihre Schätze, 1593 kaufte der Rat von Eustachius von Honsberg mehrere „Doppelgeschirre“ und andere Silbersachen, hinzu kamen wiederholte Einzelerwerbungen und Geschenke. Nicht selten ließ der Rat dieses Silbergerät mit seinem Wappen versehen. Es diente repräsentativen wie auch praktischen Zwecken. Im Vergleich zu Arbeiten etwa Nürnberger Herkunft belegen solche von Hans Reinhart d. Ä. und d. J. und Elias Geyer eindrucksvoll, dass sich Leipzig zu einem Zentrum der sächsischen Goldschmiedekunst entwickelte.

Neben dem Silberschatz zählten auch weitere wertvolle Ausstattungsstücke zum Kunstbesitz des Rates. So etwa die bei dem Bildwirker Seger Bombeck in Auftrag gegebenen Βildteppiche.

Auch in späterer Zeit häufte der Leipziger Rat Schätze an. Manches blieb im Rathaus, anderes gelangte in die Kunst- und Raritätenkammer der 1677 gegründeten Ratsbibliothek.

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