Klassizismus
Gobelin, Möbel

Raum 23

Als Reaktion auf die überbordende Ornamentik des Rokoko setzte sich um 1770 mit dem Klassizismus eine neue künstlerische Strömung durch, die sich wiederum auf die klassische griechische und römische Antike bezog.

Neben der Architektur boten besonders die Möbel ideale Projektionsflächen für den neuen Stil. Schränke und Kommoden wurden als klare Kuben gestaltet. Ihre glatten, materialbetonten Oberflächen sind durch strenge architektonische Zierelemente gegliedert.
 
Der große Gobelin im Zentrum dieses Saals gehört in eine Reihe von Wandbehängen, die im Entwurf den Fresken Raffaels in den Stanzen des Vatikan folgen. Diese in der Renaissance entstandenen Malereien entsprachen ganz dem an der Antike orientierten Geschmack.
 
Die gesamte Serie umfasste zehn Wandbehänge, die für Ludwig XIV. in der Staatsmanufaktur der Gobelins in Paris angefertigt wurden. Später ließ man einzelne dieser Tapisserien nachweben, um sie an befreundete Monarchen zu verschenken. Unser Stück, das die „Schule von Athen“ zeigt, war ein Geschenk Ludwig XVI. für den russischen Kronerben, den späteren Zaren Paul I.

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