Mittelalter Sakrale Schatzkunst
Raum 6

Zentrum des mittelalterlichen Gottesdienstes war der Altar, dessen prächtiger Schrein weithin sichtbar die christliche Heilsgeschichte und das Leben der Heiligen illustrierte.

Ebenso kostbar war die Ausstattung des Altartisches, an dem der Priester die Messe zelebrierte. „Zur höheren Ehre Gottes“ wurden für Kruzifixe, Monstranzen, Hostienbehälter, liturgische Bücher und Geräte die edelsten Materialien verwendet. Einer der kostbarsten Werkstoffe neben Gold und Silber war in dieser Zeit das Elfenbein. Auch die textile Verkleidung des Altartisches und der Ornat der Priester wurden aus feinstem Leinen und kostbarer Seide gearbeitet.

Für die private Andacht in der Familie wurden Bilder und Skulpturen aufgestellt. Der kontemplativen Andacht des Einzelnen waren die Diptychen vorbehalten. Diese kleinen Doppeltäfelchen, meist aus Elfenbein, mit Szenen aus dem Leben Marias und Christi oder verschiedener Heiliger konnten wie ein Buch zusammengeklappt und in einem Beutel oder einer Schatulle verwahrt werden.

Seit dem 15. Jahrhundert schmückte man außerdem die Fenster mit Glasscheiben, die mit christlichen Szenen bemalt waren.

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