Renaissance
Vertäfelung aus Kloster Cori

Raum 8

Diese Wandvertäfelung stammt aus dem Franziskanerkloster San Francesco in Cori unweit von Rom. Sie schmückte dort das Refektorium, den Speisesaal der Mönche. An der Stirnseite befindet sich eine von zwei geschnitzten, fischschwänzigen Hermen gerahmte Tür. Sie führte in den angrenzenden Vorratsraum, die sogenannte Canova. Ihre besondere Ausstrahlung gewinnt die Vertäfelung durch die feinen und außergewöhnlich ausdrucksstarken Schnitzereien der Kapitelle.
 
Die Mehrzahl zeigt Episoden aus dem Leben des heiligen Franziskus von Assisi, des Ordenspatrons der Franziskaner. Einzelne Szenen wie die Geburt des Heiligen, die Taufe oder die Segnung können eindeutig identifiziert werden, andere Kapitelle zeigen Tiere oder Pflanzen in dekorativer Anordnung. Der Schnitzer, Vincenzo da Bassiano, signierte sein Werk an einer für den Betrachter kaum wahrnehmbaren Stelle unterhalb des Gebälks in der Nähe der Tür.

Über sein Leben ist relativ wenig bekannt. Zahlreiche Holzkruzifixe, die sich noch heute in einigen Klöstern und Kirchen in der Umgebung von Cori befinden, werden ihm zugeschrieben.

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