Renaissance / Barock / Rokoko
Spitzen

Raum 15

Dieser Raum vereinigt eine kleine Auswahl unserer umfangreichen Spitzensammlung in Kombination mit Ledertapeten und sogenannten Gebilddamasten. Hier ist die unterschiedliche Wirkung gleichartiger Ornamente auf verschiedenen Materialien direkt zu erleben.

Feine weiße Leinenwäsche galt seit der Renaissance als Ausdruck von Wohlstand. Aus den Ziernähten dieser Wäschestücke wurden vermutlich die ersten Spitzenbesätze entwickelt. Ärmel, Kragen und Hauben, aber auch die Kanten von Tischtüchern, Servietten und Kissen besetzte man mit diesem neuen Zierrat.

War die für eine elegante Robe benötigte Menge schon im 17. Jahrhundert enorm, so wurde dies von der „Spitzenhysterie“ des Rokoko noch weit übertroffen. Krawatten, Manschetten und Mieder wurden mit Kaskaden üppig gerüschter Spitzen besetzt. Die ausladenden Reifröcke der Damen bildeten einen hervorragenden Hintergrund für große Volants mit schwungvollen Mustern.

Auch für Seidenstoffe, Fächer, Porzellane oder Möbelbeschläge wurden die zarten Dekore verwendet. Besonders auf geschliffenen oder geschnittenen Pokalen aus klarem Kristallglas entfalten sie spinnwebhaft fein ihr Spiel.

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