Barock
Gruftgitter
Sandsteinskulpturen

Raum 18

Im Zuge der Aufhebung des Alten Johannisfriedhofes im späten 19. Jahrhundert gelangten zahlreiche schmiedeeiserne Gittertore der ehemaligen Grüfte als Schenkung in unser Museum.

Die einzelnen Abteilungen dieses Friedhofes waren ursprünglich von repräsentativen Grüften gesäumt. Heute findet man unmittelbar hinter dem Museumsgebäude auf dem ehemaligen Friedhofsgelände nur noch die Gruft der Familie Baumgärtner, ein Barockbau mit Gittertor. Die Grabkapellen der in diesem Raum ausgestellten Torgitter darf man sich ähnlich vorstellen.

Auch die barocken Gärten vor den Toren der Stadt und die verstärkt seit Ende des 17. Jahrhunderts neu entstehenden Handelshöfe und Palais erhielten reich verzierte Tor- und Fenstergitter, von denen später eine große Anzahl in den Besitz des Museums gelangte.

Der durch den wirtschaftlichen Erfolg der Leipziger Messen und des Manufakturwesens bedingte enorme Reichtum der Stadt wirkte sich maßgeblich auf deren äußeres Erscheinungsbild aus.
 
Die bürgerlichen Auftraggeber, vor allem vermögende Kaufleute und Manufakturbesitzer, orientierten sich am Vorbild der Residenzstadt Dresden unter Kurfürst Friedrich August I. (August der Starke). Von dort wiederum zog es aufgrund der guten Auftragslage Baumeister und Hofbildhauer nach Leipzig.

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