Renaissance Italien
Raum 7

Die Kunst der Antike erlebte seit dem ausgehenden 14. Jahrhundert zunächst in Italien, später auch in den Ländern nördlich der Alpen eine Wieder­geburt. Die Epoche der Renaissance markiert den Aufbruch in ein Zeitalter der wissenschaftlichen und geografischen Entdeckungen. In ihrem geistigen Zentrum stand das Streben nach Erkenntnis der Welt, vor allem nach der Selbsterkenntnis des Menschen. Getragen durch das aufstrebende Bürgertum der wirtschaftlich erstarkten Städte und gefördert durch führende Adelsgeschlechter bildete sich ein auf die Erneuerung der klassischen Ideale gerichtetes Weltbild und Lebensgefühl aus.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung verband sich ein glanzvoller Aufstieg der Künste. Der Wohnstil wurde zunehmend prunkvoller und luxuriöser. Hauchzarte Gläser aus Venedig, mit farbenprächtigen antiken Motiven geschmückte Majolikagefäße oder für den feinsinnigen Kunstliebhaber geschaffene Kleinbronzen aus dem Themenkreis der antiken Mythologie repräsentierten Reichtum, Macht und Bildung.

In ihrer Wertschätzung standen solche Kunstgegenstände Gemälden in keiner Weise nach.

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