Der Name des Grassimuseums leitet sich von Franz Dominic Grassi, einem Leipziger Kaufmann italienischer Herkunft, ab. Nach seinem Tod im Jahr 1880 vererbte er der Stadt ein Vermögen von mehr als zwei Millionen Mark, von dem zahlreiche Bauvorhaben realisiert wurden. In den Jahren 1892 bis 1895 wurde in Leipzig am Königsplatz (heute Wilhelm-Leuschner-Platz) das alte Grassimuseum erbaut. Ursprünglich beherbergte es das Museum für Völkerkunde zu Leipzig und das Kunstgewerbemuseum Leipzig, heute befindet sich die Leipziger Stadtbibliothek in diesem Gebäude.
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Franz Dominic Grassi bleibt zeitlebens Junggeselle und hinterlässt der Stadt per Testament ein Vermögen von 2,327 Millionen Mark - eine enorm hohe Summe, obwohl er einen beträchtlichen Teil seines Vermächtnisses entfernten Verwandten, Patenkindern und Dienstboten hinterlässt.  
Franz Dominic Grassi liegt auf dem Alten Johannisfriedhof zu Leipzig begraben. Von dem der Stadt vererbten Vermögen wurden zahlreiche Bauvorhaben, Parkanlagen und Denkmäler gefördert und realisiert. Beispiele dafür sind das Neue Gewandhaus (zerstört), die Erweiterung des städtischen (Kunst-) Museums am Augustusplatz (zerstört), der Bau des Mende-Brunnens, verschiedene Anlagen im Rosental und vor allem der Bau des „alten“ Grassimuseums, heute Sitz der Leipziger Stadtbibliothek.
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Architektur

Das Grassimuseum wurde in den Jahren 1925 - 1929 nach Plänen der Architekten Zweck und Vogt unter der Oberbauleitung von Stadtbaurat Hubert Ritter erbaut. Mit seinen Innenhöfen und dem angrenzenden parkähnlichen Alten Johannisfriedhof stellt das Areal einen einzigartigen kulturellen Anziehungspunkt und zugleich einen Ort der Ruhe und Entspannung am östlichen Rand der Innenstadt dar.
 Grassimuseum: Baugeschichte
  Die Tour
  Bauhaus-Highlight: Josef-Albers-Fenster
  Der Film
  Die Tour

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