20.6. - 21.9.2003

Im Gewitter der Rosen

Das Zentrum der Ausstellung "Im Gewitter der Rosen", Installation in drei Teilen, bildet ein alle Dimensionen sprengendes Bild aus Granulat. 160 m2. Rahmenlos.
Das künstlerische Credo der Künstlerin rosalie lautet: starke Farben, ungewöhnliche Materialien. "Ich will nicht den Kanon des tradierten Materials übernehmen, sondern die Materialien unserer Umgebung prüfen und mit ihnen denken. Mich interessiert das Eigenleben des Materials jenseits seiner Verwendung."
Ihrem Leitsatz entsprechend schuf sie eigens für ihre Präsentation in Leipzig ein
27 x 6 Meter großes, zu ebener Erde liegendes, in sich leuchtendes Bild, über einen Steg begehbar. Insgesamt 4,5 Tonnen Granulat in verschiedenen leuchtenden Farben, für rosalie ein farbenprächtiger Teppichgarten. "Tandaradei". Wie ein riesiges Blumenbett soll es den Betrachter in seine Geheimnisse entführen. Der Garten als Ort der Besinnung und Meditation.

Dahinter erschließt sich der Raum "Schonung", ein Regenbogen. Reine Farben als Zäsur, ein Altarbild mit einer Mannequinfigur wie eine Eva der Moderne. Vorläufiger Endpunkt des Weges.

Die "Hängenden Gärten" entführen den Betrachter in einen "Kristallpark". Großformatige Granulatbilder mit Blumenmotiven sind labyrinthisch angeordnet und überraschen durch gezielte Farb- und Lichtakzente. Hier sind Blumen Embleme eines Materialbegriffs, der durch die assoziative Anwendung modernen Materials in eine neue Dimension übersetzt wird: "Nature as performance".

Neben Ihrer freien künstlerischen Arbeit mit Malerei, Objekten, Skulpturen, Installationen und Raum-/ Platzinszenierungen widmet sich die in Stuttgart lebende Künstlerin in ihrer Theaterarbeit der Erfindung und Gestaltung von Räumen und Kostümen für Oper, Schauspiel, Ballett, Szenische Konzerte und Film. Sie ergänzen das Spektrum der bildkünstlerischen Vielfalt und Entwicklung.

Rosalies unaufhaltsamer schöpferischer Impuls lässt aus dem unergründlichen Fundus von Alltagsgegenständen, Industriematerialien und Farben immer wieder neue, spektakuläre und provokante Ideenwelten der Fantasie entstehen.
Spätestens seit Ihren visionären Bühnenräumen für den "Ring des Nibelungen" der Bayreuther Festspiele von 1994 – 98 ist rosalie einem internationalen Publikum bekannt.
Den Leipzigern ist sie durch ihre Zusammenarbeit mit dem hiesigen künstlerischen Ballettdirektor und Choreografen Uwe Scholz ein Begriff.

Das Katalogbuch "Rosalie Im Gewitter der Rosen Installation in drei Teilen" kann für 15 € im Museumsshop erworben oder per e-mail bestellt werden.

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