Barock Sachsen
Raum 19

Macht und Reichtum des sächsischen Kurfürstentums gründeten maßgeblich auf seiner ökonomischen Stärke. Reiche Bodenschätze und eine kluge Wirtschaftspolitik ermöglichten die Blüte zahlreicher Handwerke und die Gründung der ersten Manufakturen.

Als leidenschaftlicher Sammler ostasiatischer Porzellane bemühte sich Kurfürst Friedrich August I. (August der Starke), das „weiße Gold“ auch im eigenen Land herstellen zu lassen. 1707 gelang es, in Dresden das nach seinem Erfinder benannte rote Böttgersteinzeug und zwei Jahre später das erste weiße Hartporzellan Europas zu entwickeln. Am 23. Januar 1710 erteilte August der Starke das „Patent“ für die Gründung einer Porzellanmanufaktur in Dresden, die wenig später auf die Albrechtsburg nach Meißen verlegt wurde. Bereits kurz darauf konnten auf der Leipziger Ostermesse erstmals Erzeugnisse der Meissener Manufaktur angeboten werden.
 
Mit der Gründung der Dresdner Hütte 1699 erlebte auch die Glasproduktion in Sachsen eine beträchtliche Entwicklung. Der Bedarf an geschliffenen, geschnittenen und emailbemalten Gläsern, insbesondere für die kurfürstlich-königliche Hofhaltung, war immens.
 
Weitere Glanzleistungen wurden vor allem in der Goldschmiedekunst, im sächsischen Möbelbau, der Textilverarbeitung und in der Steinzeugproduktion erbracht.

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