Barock / Rokoko
Porzellan

Raum 20

Im 18. Jahrhundert erlebte das Porzellan den Höhepunkt seiner künstlerischen Gestaltung. Die eleganten Formen und heiteren Farben entsprachen dem Lebensgefühl der Zeit.

Seit der Erfindung des europäischen Hartporzellans in Sachsen 1709 bemühte man sich an zahlreichen Orten, den überall begehrten Luxusartikel nachzuahmen. Trotz strengster Geheimhaltung wurde das Rezept zur Herstellung von Porzellan, das sogenannte Arkanum, verraten, sodass schon 1719 in Wien und 1720 in Venedig Porzellan angefertigt werden konnte. Allerdings stellten diese „Fabriquen“ in den nächsten Jahrzehnten für Meissen keine ernsthafte Konkurrenz dar. Erst um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden leistungsfähige Porzellanmanufakturen unter anderem in Höchst (1746), Nymphenburg (1747), Berlin (1751), Frankenthal (1755), Gotha (1757), Ludwigsburg (1758) sowie in England, Frankreich und Italien.

Schon früh gingen die meisten Manufakturen dazu über, ihre Produkte mit Marken zu versehen, um sich gegen Missbrauch zu schützen.
Die Motive bezogen sich häufig auf Wappen, so z. B. die Meissener Schwerter, das Berliner Zepter oder der Wiener Bindenschild.

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