Zacken und Bögen
Spritzdekor-Keramik des Art déco aus der Sammlung Klaus Freiberger

Von Mitte der 1920er bis Mitte der 1930er Jahre steht die deutsche Keramikindustrie im Zeichen der Spritzdekore. Die Druckluftpistole, meist in Kombination mit Schablonen, ist ein wichtiges Arbeitsinstrument. Mit dieser neuen Technik setzt sich eine Vielzahl von Firmen auseinander, die großen Marktführer ebenso wie kleine und weniger bekannte Betriebe.

Inspiriert durch die avantgardistischen Strömungen in der Malerei besprüht man Kannen, Dosen, Tortenplatten und andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit abstrakten, fröhlich-bizarren Musterwelten. Auch verlaufende Streifendekore sowie Blüten- und Blättermotive sind beliebt.

Der Mannheimer Architekt Klaus Freiberger hat über Jahrzehnte eine umfangreiche Sammlung an Spritzdekor-Keramik zusammengetragen, von denen in der Art-déco-Pfeilerhalle des Museums eine Auswahl präsentiert wird. Die spitzwinklige Innenarchitektur des Ausstellungssaales geht dabei mit den farbfreudigen Exponaten ein dynamisches Wechselspiel ein.

Die Ausstellung fand vom 6.11.2012 bis 7.4.2013 statt.