
Verner Panton. Dänischer Designer und Architekt mit Wohnsitz in Basel (1926- 1998) Verner Panton arbeitete schon früh mit renommierten Firmen (Plus-Linje, Louis Poulsen, Thonet, Rosenthal, Herman Miller/Vitra, Vereinigte Werkstätten) in den verschiedensten Bereichen (Möbel, Beleuchtung und Textilien) zusammen.In den 50er Jahren entwarf er den Aufsehen erregenden "Tütenstuhl", der ihn international bekannt machte. Mit dem nach ihm benannten "Panton-Chair", dem ersten Kunststoffstuhl aus einem Stück, schrieb er Designgeschichte. Auch seine farbenfrohe Interieurgestaltung für das "Spiegel"-Verlagshaus und seine phantastisch anmutende Rauminstallation "Visiona" (Köln 1970), die von der Firma Bayer Chemie realisiert wurde, brachte ihn in die Schlagzeilen. Doch neben seinen spektakulären Arbeiten sind es vor allem die millionenhaft verkauften Entwürfe (wie die Leuchte "Flower Pot" und Dekostoffe der Firma Mira-X), die ihn auch einem breiteren Publikum bekannt machten. In der Ausstellung wird eine originalgetreue Rekonstruktion seines Zukunftsraumes aus der Visiona-Ausstellung zu sehen und begehen sein, die die Zeit der "Flower-Power"-Bewegung heraufbeschwört. Eintauchen kann der Besucher auch ins Ambiente der 50er Jahre, das bei Panton ganz ohne Klischee vom "Nierentisch" auskommt. Viele, auch weniger bekannte Entwürfe im Systemmöbel- und multifunktionalen Bereich zeugen vom stets seriösen Bemühen um Form, Ästhetik und Spaß am Objekt.
Mit dem Panton Chair, dem ersten Plastik-Freischwinger "aus einem Guss" gelang Verner Panton einer der berühmtesten Stuhlentwürfe des Jahrhunderts. Mit dem Zukunftsraum auf der Visiona-Ausstellung schuf er eine Rauminstallation, die schon bald zum Sinnbild einer wilden Dekade avancierte. Doch wäre es falsch, den Dänen Verner Panton nur als ein "Enfant terrible" des Sixties design zu begreifen. Auch wenn extravagante Formgebung und kräftige Farben zu seinen Markenzeichen wurden, wurzelt seine Arbeit im eleganten Funktionalismus der 50er Jahre. Die Ausstellung widmet sich in einer breit angelegten Retrospektive dem experimentierfreudigen Ouvre, das heute zurecht als ein wesentlicher Beitrag zur Designentwicklung in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts begriffen wird.
Es liegt ein umfänglicher Katalog vor.



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